Corleone zu Gast in der Aula — ausverkauft an beiden Abenden
Sizilien, 1954: Maria Dutto feiert ihren Geburtstag in ihrer Pizzeria Valle dei Templi — und hat alle mächtigen Männer und Frauen der Stadt eingeladen, denn vor zwei Wochen wurde ihr Vater erschossen und die Polizei hat die Ermittlungen eingestellt. Der Literaturkurs Q1 der GeMM hat diese Geschichte auf die Bühne gebracht — und weit darüber hinaus. Die 24 Schülerinnen und Schüler haben die Aula in ein lebendiges, stimmungsvolles Stück Sizilien verwandelt: Valle dei Templi war keine Kulisse, sondern ein echter Ort, an dem Geheimnisse geflüstert, Drohungen ausgetauscht und Bündnisse geschmiedet wurden — direkt neben den Zuschauern, zwischen den Tischen, an der Bar. Das Publikum saß nicht vor dem Stück, es saß mittendrin. Eine Detektivin, die niemand als solche erkannte. Ein Mann, der eigentlich tot sein sollte. Und irgendwann: Licht aus, ein Schuss, Stille — und die Frage, die alle beschäftigte: Wer war es? In der Pause notierten die Zuschauer ihren Verdacht — wer ist der Täter, was war das Motiv? — und fieberten dem dritten Akt entgegen, der die Auflösung brachte. An beiden Abenden war die Vorstellung ausgebucht. Was bleibt, ist die Erinnerung an 24 Schülerinnen und Schüler, die mit Spielfreude, Mut und bemerkenswerter Reife gezeigt haben, was in ihnen steckt.
